Vorbereitung eines Talks: Aufwendig!

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Auf Konferenzen sieht man Sprecher, die halten Ihren Talk mit einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, dass man neidisch werden kann. Seitdem ich selbst als Sprecher unterwegs bin, ist meine Bewunderung nur noch gestiegen. Das Lampenfieber packt mich auch nach zwei Jahren und unzähligen Vorträgen immer noch. Der Umgang damit wird aber leichter.

Wer noch nie auf einer Konferenz gesprochen hat, erwartet als Teilnehmer sehr viel von den Sprechern. Und das zurecht, es wurde normalerweise viel Geld investiert, um Wissen vermittelt zu bekommen!

In diesem Blogpost will ich kurz aufschlüsseln, wie lange es dauert einen guten Talk vorzubereiten. Das ist natürlich eine sehr persönliche Sache, aber nach vielen Gesprächen mit anderen Sprechern decken sich die Erfahrungen in etwa.

Was man sieht

Die besten Vorträge sind die, die leicht wirken. In denen bei Demos alles glatt läuft und alle Fragen der Zuhörer befriedigend beantwortet werden. Dazu gehört eine gehörige Portion Vorbereitung.

Wie viel Arbeit drin steckt

Im Folgenden möchte ich aufschlüsseln, wie lange die einzelnen Phasen der Vorbereitung im Durchschnitt bei mir dauern:

  • Idee skizzieren: 2 Stunden
  • Idee konkretisieren: 2 Stunden
  • Schlüsselpunkte herausarbeiten: 3 Stunden
  • Den roten Faden planen: 2 Stunden
  • Folien erstellen: 10 Stunden
  • Erste zwei Proben: 2 Stunden (Variert je nach Länge)
  • Anpassungen der Folien: 2 Stunden
  • Fachwissen komplettieren: 10 Stunden
  • Drei weitere Proben: 3 Stunden
  • Vorbereitung auf Fragen: 5 Stunden

Summe: 41 Stunden

Das ist natürlich keine feste Zahl.Hält man einen Vortrag öfter, dann reduziert sich die Zahl auf einige Proben und Auffrischen von Fachwissen. Bei Livecoding wird der Aufwand größer, da der Ablauf perfekt sitzen muss. Auch muss alles bis in das letzte Detail verstanden sein, da normalerweise besonders viele Zwischenfragen auftauchen.

Fazit

In einem Vortrag auf einer Konferenz steckt normalerweise sehr viel Arbeit. Seitdem ich das selbst erlebt habe, sehe ich andere Sprecher in einem ganz anderen Licht. Erst jetzt kann ich eigentlich anerkennen, welche Leistung hinter einem gelungenen Vortrag steckt!