Karlsruher Entwicklertag 2016: Conference Day

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Mit etwas Verspätung wegen Urlaub schreibe ich diesmal etwas zu der Konferenz Karlsruher Entwicklertag 2016. Ich muss dazu sagen, dass ich nur am sogenannten Conference Day anwesend war und diesmal sogar zwei Vorträge halten durfte.

Organisation

Die Organisation war einwandfrei und lies fast keine Wüsche offen. Das ging von den Vorabinformationen per Email (Verzeihen Sie mir bitte die Emails Frau Lippert) bis zur Durchführung. Einige Session wurden professionell aufgezeichnet und die Ausstattung in den Räumlichkeiten funktionierte ohne größere Probleme. Nur das WLAN machte beim Live-Coding zicken. Wie sollte es auch anders sein 😉 . Richtig gut fand ich die Bewertungszettel, die einfach gehalten waren und nach jeder Präsentation direkt am Ausgang abgegeben werden konnten. Auch der Konferenzbewertungsbogen war einblättrig gehalten, so dass ich ihn gleich ausgefüllt habe.

Location

Die IHK Karlsruhe ist hell gehalten mit viel Glas und Metall. Die Ausstattung ist modern und der Beamer im Hauptsaal exzellent. Die Lüftung funktionierte so gut, dass sich selbst in den vollgestopften Seminarräumen kein CO2 Mangel einstellte 🙂

Das Programm

Insgesamt gab es fünf Tracks mit bunt gemischten Schwerpunkten. JavaScript hatte sogar einen eigenen Track, was für mich zeigt, wie wichtig diese Sprache inzwischen geworden ist.

Jeder einzelne Vortrag war unterhaltsam und informativ. Die Sprecher und Themen gut ausgesucht. Herauszuheben für mich war die Abend-Keynote von Eberhard Wolff. Soviele geniale Einsichten über Architektur muss man erst mal verarbeiten.

Johannes Hoppe konnte am Vormittag mit Charme die Probleme beim Live-Coding umgehen. Nebenher hat man noch gelernt Wenn man Component versteht, dann versteht man Angular.

Bei den Pecha Kuchas kam die Erkenntnis, dass der Mob besser programmiert. Scrum aus Managersicht völlig genial ist. Man besser Asciidoctor als Dokumentationswerkzeug benutzen sollte. Den Sündenfall der Modularisierung durch Tugenden wieder wettmacht und beim Reactive Programming einen Stream hat.

Am Nachmittag habe ich aus Interesse einen Vortrag von Pascal Giessler über Reactive Programming angesehen. Da habe ich dann auch endlich verstanden, was es damit auf sich hat. Mit den Reactive Extensions kann ein Stream sagen, wann er fertig ist, oder Fehler werfen. Das kann genutzt werden, um Speicherlöcher zu vermeiden, die bei nicht mehr genutzten aber noch offenen Streams auftreten.

Christian Robert gab dann noch viele, zum Teil persönliche, Einsichten zum Thema Developer Karma zum besten.

Meine Vorträge

Tatsächlich war ich sogar mit zwei Vorträgen vertreten. Wobei das Pecha Kucha ja nur ein Mini-Vortrag war. Jedenfalls hatte ich keinen Timer, weil alles zu eng getaktet war und so war ich in weniger als 6 Minuten fertig. Dafür haben andere länger gebraucht 😉 . Trotzdem hoffe ich, dass dieses Format weiter beibehalten wird. Pecha Kuchas sind super, um sehr viel Information in wenig Zeit zu vermitteln. Dass man da nicht alles verstehen kann ist klar, aber Ideen bekommt man so allemal.

Mein zweiter Vortrag über das TypeScript Typsystem hat mich insgesamt positiv überrascht. Letztes Jahr auf den Clean Code Days hatte ich sage und schreibe 5 Zuhörer. Heute waren es um die 50, was natürlich viel mehr Spaß machte. Die Vorbereitung der Präsentation lief holprig, wegen Krankheiten in den letzten Monaten. Das wurde dann auch im Feeback bemängelt. Das nächste Mal werde ich mich besser vorbereiten. Trotzdem war das Publikum äußerst interessiert, was sich an etlichen Fragen und in Gesprächen danach gezeigt hat. Außerdem war es persönlich das größte Publikum in meiner jungen Sprecherkarriere. Noch dazu im größten Saal. Übung macht da wohl den Meister.

Danke an alle die da waren.

Fazit

Ein äußerst gelungener Tag. Ich komme nächstes Jahr gerne wieder!